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Rohrisolierung bei 110 °C: Von der Materialberatung zur Serienfertigung

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Rohrisolierung bei 110 °C
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Ein Formteil ist bereits geplant, der Werkstoff ausgewählt. Doch passt das Material zu den tatsächlichen Einsatzbedingungen? Ein Projekt aus der Lebensmittelverarbeitung zeigt, wie wir bei Schaumaplast durch eine frühzeitige Machbarkeitsprüfung und gezielte Konstruktionsberatung eine passende Lösung entwickeln.

Die Ausgangslage: EPP vorgesehen, 110 °C gefordert

Ein Kunde wandte sich mit einer konkreten Anfrage an unser Team: Ein Formteil aus EPP-Partikelschaum zur Rohrisolierung in einer Anlage zur Lebensmittelverarbeitung. Dort werden unter anderem Margarine, Fette und Öle hergestellt. Die Geometrie des Bauteils stand bereits fest.

Eine Anforderung war für die Materialauswahl entscheidend: Die Rohrisolierung musste Temperaturen von bis zu 110 °C standhalten. Unsere Machbarkeitsanalyse zeigte, dass das ursprünglich vorgesehene EPP für diesen Einsatz nicht geeignet war. Deshalb prüften unsere Experten alternative Partikelschäume.

Sunforce™ als geeignete Materialalternative

Für die thermischen Anforderungen dieses Projekts fiel die Wahl auf Sunforce™. Der Partikelschaum ist bis zu 120 °C temperaturbeständig und bot damit eine geeignete Grundlage für die geplante Rohrisolierung. Mit der Materialentscheidung war ein wichtiger Schritt getan. Anschließend wurde die Konstruktion genauer unter die Lupe genommen.

Eine Nut-Feder-Verbindung optimiert die Bauteilgeometrie

Die Rohrisolierung besteht aus zwei Formteilhälften, die um das Rohr gelegt und miteinander verbunden werden. Bei der Prüfung der CAD-Daten erkannte Tom Kegel aus unserem Technischen Vertrieb weiteres Optimierungspotenzial: Eine Nut-Feder-Verbindung sollte die Teilungsfläche vergrößern und den Übergang zwischen den beiden Hälften konstruktiv verbessern.

Der Kunde übernahm den Vorschlag. An unserem Standort in Nossen, Sachsen, wurden die ersten Muster gefertigt und geprüft. Anschließend ging das Formteil in die Serienproduktion. So entstand aus der ursprünglichen Anfrage eine Lösung, bei der Werkstoff und Bauteilgeometrie gemeinsam auf die Anwendung abgestimmt wurden.

Materialauswahl und Konstruktion frühzeitig zusammenbringen

Das Praxisbeispiel zeigt, welchen Beitrag technische Beratung bereits zu Beginn eines Projekts leisten kann. Entscheidend für die Werkstoffwahl ist das gesamte Anforderungsprofil: Neben der Temperatur können beispielsweise mechanische Belastungen, Gewicht, Isolation, Dämpfung und Produktionsbedingungen eine Rolle spielen.

Wir unterstützen Sie dabei, diese Anforderungen in eine geeignete Bauteillösung zu übersetzen. Dazu gehören:

  • die Auswahl geeigneter Partikelschäume und die Bewertung der technischen Machbarkeit,
  • die Prüfung vorhandener CAD-Daten und die Optimierung der Bauteilgeometrie,
  • die fertigungsgerechte Konstruktion und Bauteilauslegung.

Bringen Sie Ihre Anwendung frühzeitig mit unseren Experten ins Gespräch. Gemeinsam prüfen wir, welcher Werkstoff und welche Konstruktion zu Ihrem Formteil passen.

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Über Schaumaplast Group

Die Schaumaplast Group ist Hersteller von Formteilen und Verpackungen aus EPS (Styropor®), EPP und anderen Partikelschäumen.
Gegründet 1964 mit Headquarter in Reilingen, nahe Frankfurt, betreibt die Schaumaplast Group weitere Standorte in Deutschland, Polen und den USA.

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